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Ausgabe Nr. 6 - Mai 2011

„Campesino - Bläddle”

Die etwas längere Pause ist vorbei und im Campesino-Bläddle Nr. 6 gibt es viel zu berichten. Das Jahr 2010 verlief für unseren Verein ruhiger als die Jahre zuvor; was aber nicht heißt, dass unser Vereinsjahr 2010 weniger erfolgreich war. Ganz im Gegenteil.

Am 5. Januar 2011 kehrte Isabella Jarosch von ihrem Aufenthalt in Paraguay zurück. Die Neuigkeiten, die es aus der Siedlung Mariscal Estigarribia und dem Projekt zu berichten gibt, sind sehr positiv und erfreulich. Die Erzeugergenossenschaft „ka’a he’ê poty” arbeitet mittlerweile sehr erfolgreich und ganz im Sinn der Hilfe zur Selbsthilfe. Weitere Projekte wurden entwickelt und sind angelaufen.

Zu Ehren unseres Vereins und natürlich zu Ehren von unserer Vorsitzenden veranstalteten die Campesinos am 22. Dezember 2010 in Mariscal Estigarribia ein Dorfweihnachtsfest, das alles bisher Bekannte in den Schatten stellte. Nach dem traditionellen Asado-Essen (Spießbraten) wurde gesungen und getanzt (siehe Foto). Die Dorfgemeinschaft lebt und gedeiht.

Ende 2010 konnten wir mit dem sehr bedeutenden Projekt zur Förderung von Jugendlichen in der Berufsausbildung beginnen (Stipendium). Für Isabella war dies ihr zweitschönstes Weihnachtsgeschenk, als sie im fernen Paraguay die Nachricht erhielt, dass es mit dem ers- ten Ausbildungsstipendium klappen wird. Da sie noch in Raùl Peña war, konnte sie gleich die Verantwortlichen der Campesino-Genossenschaft informieren. Die Entscheidung, welcher Jugendliche diese Förderung erhalten soll, wurde nach demokratischen Regeln vom dortigen Vorstand getroffen. Dank der großzügigen Unterstützung einer Geldspenderin aus Karlsruhe, die anonym bleiben möchte, können wir seit Januar 2011 die Ausbildung eines Jugendlichen aus Mariscal Estigarribia, der den Beruf des Krankenpflegers erlernt, mit einem spürbaren Eurobetrag finanziell unterstützen. Der Geförderte wird sein erworbenes Wissen und Können später in die Dorfgemeinschaft und Genossenschaft einbringen. Dies wurde vertraglich festgehalten. Es wird zum Beispiel verschiedene Aufklärungen über gängige Erkrankungen geben, typische Wechseljahrsprobleme samt -lösungen, Verhütung oder sexuell übertragbare Krankheiten, Gewichtskontrollen bei Kleinkindern, Vorsorgeuntersuchungen der Frauen usw. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank an die großzügige Spenderin, die damit auch eine sehr wichtige Stütze und Förderin unseres Projekts in Mariscal Estigarribia geworden ist. Das Fazit dieses Erfolgs ist, dass es auf dieser Welt noch gute Menschen gibt. Man muss sie nur finden.
Als Dankeschön an den Campesino Hilfe Verein in Deutschland haben uns die Campesinos diese Urkunde anfertigen lassen:

Die übersetzung des Textes:

„Die Mitglieder, der Vorstand und die Prüfer der Genossenschaft „ka’a he’ê poty” in Paraguay überbringen der Campesino Hilfe e.V. in Deutschland ihre Dankbarkeit und Anerkennung für die unschätzbare Hilfe und Zusammenarbeit. Sie hat nicht nur in der menschlichen Entwicklung und der Produktionssteigerung der Gemeinschaft erhebliche Dienste geleistet, sondern auch die Verbesserung der Lebenswürde und Lebensqualität gebracht und setzt somit auch eine große Hoffnung in die Zukunft unserer Kinder.”

Hierzulande möchten wir noch ein besonders herzliches Dankeschön den beiden Kirchengemeinden Scharenstetten und Radelstetten für die Opfergelder zu Weihnachten und Silvester 2010 zukommen lassen. Beide Geldspenden sind eine großartige Unterstützung für unsere Projektarbeit.

Ebenso ein herzliches Dankeschön an unseren Gönner und Freund Günter Buschko aus Berghülen, der bei seiner Geburtstagsfeier statt Geschenken für die Campesino-Hilfe Geld gesammelt hat.

Bei zwei Vorträgen mit Isabella Jarosch, am 15. April 2010 beim Seniorennachmittag der Gemeinde in Westerstetten und am 26. Oktober 2010 bei den Landfrauen in Temmenhausen wurden ebenfalls beachtliche Geldbeträge gespendet. Herzlichen Dank dafür.

Dank auch an die vielen Geldspender, die vor und nach Weihnachten eine überweisung an die Campesino-Hilfe getätigt haben.

Ein herausragendes Ereignis fand im Februar 2011 statt. Unsere gute Freundin und Seele der Campesino-Hilfe, Siria Lavall, hat uns nach längerer Zeit wieder besucht. Sie hielt sich ab Mitte Januar 2011vier Wochen in Radelstetten bei unserer Vorsitzenden auf. Natürlich besuchte sie auch ihren Sohn Johannes in Reutlingen und ihre Tochter Damaris in Spanien. Als Höhepunkt des Besuchs von Siria Lavall konnten wir am 13. Februar 2011 einen Vortrag im Gemeindehaus in Scharenstetten veranstalten. Der Besuch war genauso überwältigend wie der Vortrag von Siria Lavall und Isabella Jarosch. Beide verstanden es ganz hervorragend, die 45 Besucher mit beeindruckenden Aufnahmen, Berichten und Erklärungen in ihren Bann zu ziehen. Im Bericht der Südwest Presse war auch zu spüren, dass die Berichterstatterin hin und weg war.


Die beiden Verantwortlichen Frauen der Campesino-Hilfe,
Siria Lavall (links) und Isabella Jarosch (rechts am Laptop sitzend)
beim Vortrag im vollbesetzten Landfrauenraum im Gemeindehaus in Scharenstetten.

Die 8. Hauptversammlung am 15. April war zwar nicht so gut besucht, aber trotzdem sehr informativ. Unser Verein hat jetzt wieder 80 Mitglieder. Für die laufenden Projekte in der Siedlung Mariscal Estigarribia konnten im Jahr 2010 insgesamt 5.580 Euro zur Verfügung gestellt werden. Die gesamte Vorstandschaft wurde für ein weiteres Jahr in ihren ämtern bestätigt. Die Vorsitzende informierte die Gäste außerdem über die neuesten Entwicklungen in den Projekten. In der Planung befindet sich ein neues Projekt zur Anschaffung eines gebrauchten Transportfahrzeuges. Darüber werden wir aber mit einem separaten Schreiben ausführlich berichten.

Muchos saludos    Euer Herbert Jarosch

Autor und verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes:
Herbert Jarosch, 2. Vorsitzender
Wacholderweg 12, 89160 Scharenstetten

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